Schwabschulkinder betreiben Stadtteilforschung – update

Update 07.04.2017:
Der 5. Blogbeitrag zu den Kinderstadtteilforschern ist erschienen.
Die kleinen Forscher haben inzwischen gemeinsam mit Flüchtlingskindern aus der direkten Nachbarschaft der Friedensschule die Schulumgebung erkundet. Am jährlichen ‚Parking Day‘ waren sie mit einer Straßenbemal-Aktion beteiligt. Und schließlich kam die Polizei auf den Schulhof, um den richtigen Umgang mit Inline-Skates und Rollern zu zeigen (inkl. Geschwindigkeitsmessanlage und professioneller ‚Fallschule‘).

Hier der Projekt-Hintergrund (Beitrag von Januar 2016):
Seit etwa zwei Jahren erforschen Schwabschulkinder ihren Stadtteil – unterstützt von Erzieherinnen des Schülerhauses, insbesondere Martina Joos (Projektleiterin),  Szabina Baranyai, Gesine Marquardt und Dragana Wetzstein (Hausleitung). Sowie dem Initiator des Projekts, Herrn Fröschle vom Fraunhofer IAO, der glücklicherweise auch Schwabschul-Papa ist.

Projektauftakt war 2014 mit kindgerechter Grundlagenvermittlung im Stuttgarter Rathaus und dem anschließenden ‚Forscherseminar‘. Nach einigen Übungsrunden ging es schon im selben Jahr an die ersten großen Aufgaben: ‚Meine Lieblingsorte im Stuttgarter Westen‘ und ‚Die gefährlichsten Orte im Westen‘.
2015 war dann das Jahr der Aktionen. Nach ‚Spielplatztest – Nutzwert und Physik‘ und ‚Kleine Architekturkunde in Stuttgart‘ – zusammen mit dem Stadtlabor der Landeshauptstadt Stuttgart – wandelten sich die Forscher mit dem ‚Kreativwettbewerb zum Bismarckplatz‘ zu Bürgerbeteiligten und brachten sich aktiv in den Sanierungsprozess ‚Stuttgart 28‘ ein. Dazu zählt auch die ‚Beforschung der Geschwindigkeitstafeln‘ direkt vor dem stark befahrenen Hofeingang der Schwabschule im 2. Halbjahr 2015. Etwa um dieselbe Zeit wurde dieser Teil der Schwabstraße in das Sanierungsgebiet S28 mit aufgenommen und die Stadtteilforscher waren auf der Höhe der Zeit.

Wer mehr über die Kinderstadtteilforscher erfahren möchte, dem seien wärmstens Herrn Fröschles oben verknüpfte Blogbeiträge auf den Seiten des Fraunhofer IAO empfohlen. Voller Engagement ist  dort der Werdegang des Projekts beschrieben. Frei nach Johann Wolfgang von Goethe … „Das schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche zu erforschen und das Unerforschliche zu verehren.“ – Wobei sich die Stadtteilforscher natürlich auf das Erforschliche konzentrieren.

Bei dieser professionellen Vielfalt bleibt uns nur Staunen, Begeisterung und ein herzliches Dankeschön an alle Projektbeteiligten – wir hoffen auf viele weitere Forschungs- und Beteiligungsergebnisse in der gerade beginnenden ‚heißen Phase‘ von S28 in der Elisabethenanlage.